Die Geschichte des Gutes

Das barocke Gutsensemble

Das erstmalig in Urkunden des 13. Jahrhunderts erwähnte Kartzitz war von dieser Zeit bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ununterbrochen im Besitz der Familie v. Usedom. Danach wechselte es mehrfach seinen Besitzer und wurde 1945 im Zuge der Bodenreform enteignet und aufgesiedelt.

Nach der Wiedervereinigung haben Graf und Gräfin Knyphausen, deren Familie bis zur Enteignung 1945 Besitzer des benachbarten Gutes Pansevitz war, die Gutsanlage Kartzitz vom Alteigentümer Joachim von Schinckel käuflich erworben und seitdem das Herrenhaus mit den beiden Kavalierhäusern und den etwa sieben Hektar großen englischen Landschaftspark grundlegend renoviert. Die gräfliche Familie zu Innhausen und Knyphausen bewohnt heute das Gutshaus und unterhält den Park (siehe auch Gutspark Kartzitz).

Die ursprünglich einheitliche und geschlossene Anlage mit dem einzigen auf Rügen noch erhaltenen barocken Herrenhaus ist in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut worden. Der Lageplan zeigt die symmetrische Anordnung des gesamten Ensembles.

Die beiden mittleren Fachwerkscheunen wurden durch Brand und Verfall nach 1945 zerstört. Sie verbanden die beiden Kavaliershäuser mit den noch erhaltenen und inzwischen ebenfalls restaurierten halbrunden Hofscheunen. Die Zufahrt zum Haus, ehemals eine Allee, erstreckt sich als imaginäre Sichtachse durch das Haus und den Park bis zu den Feldern im Norden des Gutes.